Mein Meer

An der 65 km langen sandigen Küste Belgiens befinden sich 15 Badeorte, alle mit einem eigenen Charakter und einer einzigartigen Atmosphäre. Schon als ich im März nach Brüssel gezogen bin, habe ich bereits nach wenigen Tagen meinen ersten Ausflug ans Meer gemacht. Diese sind seither zu einer liebgewonnenen Routine geworden und ich habe die Nordsee nicht nur als großen Asset meiner Wahlheimat wahrgenommen, sondern vor allem auch die Küste als einen meiner persönlichen Kraftorte entdeckt.

img_1927Wenn ich eine stressige Woche hatte oder mir einfach über einige Dinge klar werden möchte, gibt es kaum einen Ort, wo ich das besser kann als am Meer. Stundenlang durch den Sand spazieren, die Veränderungen von Ebbe und Flut beobachten, die Dünen rund um mich herum wahrnehmen und einfach durchatmen. An wenigen Orten fühle ich mich so wohl wie in den letzten Monaten an der belgischen Küste.

Doch was hat es mit dem Meer als Kraftquelle auf sich? Abendsonne, ein Strand an der Nordsee, der jedoch jeder Strand sein könnte – auch auf einer karibischen Insel oder im Pazifik. Dünengras, Sand und ein Holzhaus auf Stelzen, irgendwo dahinten brandet das Meer, man hört es fast, spürt die verschwindende Sonnenwärme auf der Haut, die Luft wird kühler. Einfach durchatmen: Das Meer gibt uns Ruhe. Einen Schnappschuss, eine Erinnerung wie diese tragen wohl die meisten mit sich herum.

Für mich persönlich sind diese langen Strandspaziergänge auch eine perfekte Schreibinspiration. Es ist ein Zugang zu meinen Gedanken, den ich seit ich in Brüssel lebe, wieder ganz stark in den Vordergrund stelle und nie hätte ich mir gedacht, dass so viele verschiedene Texte daraus entstehen, jeder für sich ein individuelles Spiegelbild meiner Gefühle. Und das Meer und die Emotionen, die hier (zumindest bei mir) freigesetzt werden, sind eine enorme Bereicherung für meine Selbstwahrnehmung. Insofern kann ich wohl voller Überzeugung sagen, dass ich die Küste Belgiens als großen Vorteil meines Lebens in Brüssel wahrnehme.

Ein Gedanke zu “Mein Meer

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