Smartphones – Fluch oder Segen?

smartphonesGestern vor zehn Jahren stellte Apple-Chef Steve Jobs das erste iPhone vor. Seitdem haben Smartphones Einzug in unseren Alltag gehalten und nehmen eine zentrale Rolle in unserem Leben ein. Das Smartphone ist kaum noch wegzudenken. Studien besagen sogar, dass viele lieber ihr Portemonnaie als ihr Smartphone verlieren würden. So verwundert es nicht, dass es zur Gewohnheit geworden ist, in jeder freien Minute aufs Smartphone zu schauen: Mal sehen, ob es was Neues gibt. Und genau dieser Blick mag als reiner Segen erscheinen. Aber ist zugleich auch Fluch.

Versteht mich nicht falsch, ich selbst bin ein begeisterter Anhänger meiner Smartphones (ja, es sind zwei, eines mit meiner österreichischen und eines mit meiner belgischen Nummer) und könnte sie mir aus dem Alltag kaum mehr wegdenken. Gerade darum ist es aber auch eines meiner #anydaysgood-Vorhaben für 2017 mir zumindest fünf Tage am Stück Digital Detox zu gönnen. Warum bzw. was ich mir davon erwarte?

Eine Frage der Nähe
Es ist fast schon normal, während man zusammen sitzt, an seinem Smartphone rumzuspielen. Der virtuelle Kontakt wird zunehmend dem physischen Kontakt vorgezogen. Darum bin ich bereits seit Jahren dagegen, dass mein Gegenüber, vor allem wenn man zu zweit essen geht, das Smartphone auf den Tisch legt. Ich glaube tatsächlich, dass ich ein sympathischer und unterhaltsamer Mensch bin und man kann mit mir auch ohne Whatsapp- oder Facebook-Seitensprüngen einen angenehmen und nicht langweiligen Abend verbringen!

Eine Frage des richtigen Tons
Ganz ehrlich, wie oft habt auch ihr euch schon bei Nachrichten von gewissen Personen überlegt, was nun das eine oder andere Smiley zu bedeuten hat? Ihr mögt jemanden und versucht daher ein Emoticon richtig zu interpretieren… Aber das ist tatsächlich nicht immer leicht! Denn nur weil wir alle wissen, was dieses Smiley oder jenes Emoticon zu bedeuten hat, verliert sich die Tonlage und die Mimik der Konversation in einem virtuellen Gespräch zur Gänze. Und das erschwert oft sehr viel!

Eine Frage des Augenblicks
Speziell auf meinen Reisen habe ich mir schon vor Jahren angewöhnt nicht alles immer nur durch eine Kamera sehen zu wollen, sondern den Moment einzufangen und zu genießen. Mit Smartphones handhabe ich es ähnlich. Natürlich mache auch ich Fotos, teile sie auf diversen Social Media-Plattformen und sende sie lieben Menschen über Whatsapp, aber ich nehme auch die Umgebung bewusst ohne Smartphones wahr. Und glaubt mir, wer ständig nur auf sein Smartphone sieht, verpasst die Welt da draußen.

Eine Frage des Nichtstuns
Kaum sitzt man in einem Wartezimmer oder hat fünf Minuten totzuschlagen bis der nächste Bus kommt, wird das Smartphone gezückt. In jeder freien Minute werden Emails gelesen, Facebook durchstöbert oder Internetseiten konsultiert, aber ist diese Informationsflut wirklich notwendig? Kann nicht einfach auch Nichtstun ab und zu toll sein?

Vor allem: eine Frage der richtigen Dosis
Bereits mit den letzten Punkten habe ich versucht euch näher zu bringen, dass das Smartphone für mich eigentlich ein Segen ist, aber in der falschen Dosis schnell zum Fluch werden kann. Reale Treffen mit Menschen, die ich mag, sind für mich einfach wichtiger als der permanente virtuelle Austausch über – wenn wir uns ehrlich sind – oftmals Belanglosigkeiten. Darum kann ich nur jedem raten seine richtige Dosis zu finden. Ich selbst bin über den Einzug von Smartphones in unseren Alltag dankbar, sie erleichtern uns sehr viel, aber ich bin auch schon sehr gespannt wie es mir im Laufe des Jahres mit einigen Tagen Digital Detox gehen wird.

Nichtsdestotrotz, happy Birthday, liebes Smartphone!

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