Die Sache mit dem Planen…

Beginnen wir gleich einmal mit einem Geständnis meinerseits: Ich bin ein Planungs-Freak! Ich liebe es einfach zu wissen, was kommt und auch wenn ich den Wert von Spontanität durchaus kenne, ich bin gerne darauf gefasst, was passiert. Wenn mich aber das letzte Jahr eines gelehrt hat, dann, dass man noch so viel Planen kann, wenn es anders kommt, gibt es keine Möglichkeit alles im Voraus zu wissen. Bei mir war das definitiv so, hätte mir vor 1,5 Jahren jemand gesagt mit welchen Überraschungen das Jahr 2016 auf mich wartet, ich hätte laut gelacht und es nicht geglaubt. Aber es kam anders.

Jetzt bin ich zum ersten Mal seit langer Zeit in der Situation, in der ich nicht weiß, wie mein Leben in 5 Jahren aussehen wird oder soll, ich habe keine Ahnung, wo ich dann leben werde, ob eine Familie auf meiner Wunschliste steht oder was ich dann für Träume haben werde. Und ehrlich gesagt ist das ziemlich großartig! Wenn ich früher Sprüche à la „Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden“ gehört habe, fand ich diese zwar immer ansprechend, aber mehr aus dem Wissen heraus, dass jeder Tag ein Potential hat, weil ich es ihm gebe. In den letzten Monaten habe ich gelernt, dass es genauso wahr ist, wenn einem jemand sagt, dass Leben das ist, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden“.

Natürlich würde ich nie behaupten, dass sich meine Persönlichkeit von heute auf morgen komplett geändert hat, ich plane gewisse Dinge immer noch sehr gerne und es gibt für mich nichts Tolleres als beispielsweise an einer persönlichen Reiseplanung zu sitzen. Aber ich habe auch gelernt vieles einfach auf mich zukommen zu lassen und irgendwie ist das gar kein so schlechtes Gefühl. Würde ich nun sagen, dass Pläne überbewertet sind? Nein, soweit bin ich noch nicht, aber ich gebe zu, dass Planen nicht alles ist – weder im Großen noch im Kleinen. Mein letztes Jahr ist der beste Beweis hierfür.

Und um diesen Beitrag noch mit einem weiteren Spruch abzuschließen, der meine Beziehungen auch auf zwischenmenschlicher Ebene gerade am besten beschreibt, möchte ich euch folgendes mit auf den Weg geben: „Wenn der Weg schön ist, frage nicht wohin er führt“. Denn ja, mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass zuviel Planung die Magie des Augenblicks ruinieren kann.

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