Benötigte Auszeit

Während ihr das hier lest, bin ich bereits in Singapur um mir eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen – zumindest für die nächsten 1,5 Wochen. Manche von euch fragen sich nun vermutlich, ob Singapur wirklich der perfekte Ort ist um abzuschalten. Der asiatische Stadtstaat schläft nie, es herrscht ein permantes buntes Treiben und die Eindrücke sind vielseitig und nicht endend. Trotz alledem denke ich, dass mir der Urlaub Momente für mich bieten wird, ich werde die Tage so intensiv wie möglich erleben, morgens bereits Spaziergänge durch die grünen Oasen der Stadt unternehmen und mich mit allen Sinnen verführen lassen. Außerdem treffe ich eine sehr gute Freundin und einfach die geplante Zeit zu zweit ist etwas, worauf ich mich sehr freue. Denn ganz gleich wie wohl wir uns in unserem Alltag fühlen oder wieviel Spaß uns auch unser Job macht, irgendwann braucht man einfach mal Abstand von der stressigen Routine um seine Batterien aufzuladen und wieder voller Tatendrang zurückzukehren.

Da aber nicht immer ein längerer Urlaub zeit- und geldmäßig machbar ist, habe ich im letzten Jahr eine Vielzahl kleiner Auszeiten für mich entdeckt, die mir helfen – wenn auch nur für kurz – der stressigen Routine zu entfliehen und auf die ich keinster Weise mehr verzichten möchte. An erster Stelle stehen hier natürlich Wochenendtrips, wobei auch gesagt werden muss, dass es – obwohl wunderschön, wenn man dem Alltag für eine kurze Zeit entflieht – auch ein gewisses Stresslevel mit sich bringt, am Freitag nach der Arbeit zum Flughafen zu fahren oder in einen Zug zu steigen und in 48 Stunden soweit (trotz Sightseeing etc) abzuschalten, dass man am Montag wieder erholt im Büro sitzen kann. Aber alleine sich aus der gewohnten Umgebung hinauszubewegen und etwas Neues zu sehen, lässt zumindest mich meinen Kopf frei bekommen.

Außerdem treibe ich regelmäßig Sport, mache jeden Morgen nach dem Aufstehen meine Yoga-Sonnengrüße, bin so oft es meine Zeit erlaubt in der Natur unterwegs, gönne mir regelmäßig Massagen und schaffe mir nach und nach meine eigene Grünoase auf meiner Dachterrasse. Des Weiteren weiß ich die Wirkung eines guten Buches durchwegs zu schätzen, schreibe auch selbst um meine Gedanken zu ordnen und koche (vorzugsweise Risotto), wenn mir der Trubel um mich herum einfach zu viel wird, denn kaum etwas lässt mich besser zur Ruhe kommen als 20 Minuten Risottoreis zu rühren. Und ab und zu darf es gerne auch einmal ein fauler Sonntag auf der Couch mit Netflix-Berieselung sein.

Und da gibt es ja immer noch meinen für mich gefundenen Kraftort der belgischen Küste. Manche meiner Brüsseler FreundInnen lachen an dieser Stelle regelmäßig über mich, weil ich zumindest einmal im Monat ans Meer fahre, aber tatsächlich ist das mein ultimativer Tipp für eine Auszeit vom Alltag. Wasser hat einfach eine beruhigende Wirkung auf mich. Ich liebe es am Meer zu sitzen, auf die Wellen raus zu schauen und einfach meinen Gedanken nachzuhängen. Es gibt einfach nichts Besseres! Sobald ich am Meer bin, bin ich sofort ruhiger. Die Luft und die Geräusche sind einfach einmalig.

Ich hoffe, dass ich euch mit meinen eigenen Gewohnheiten zu etwas Neuem inspirieren konnte, denn ganz ehrlich: Auszeiten sind wichtig für Körper und Seele. Und eine solche gönne ich mir jetzt einmal für über eine Woche in Singapur…

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