Karma und so?!?

Eckpfeiler sowohl im buddhistischen Denken als auch im Hinduismus sind die Lehre von Karma und von Samsara, dem Kreislauf von Wiedergeburten bzw. dem Rad der Existenzen. Keine Sorge, es wird nun nicht abgehoben esoterisch und religiös, vor allem weil ich an dieser Stelle gleich einmal vorweg nehmen möchte, dass ich nicht an Wiedergeburten glaube, weder in den Lehren von monotheistischen (vor allem abrahamitischen) Religionen noch in den Überzeugungen der polytheistischen Glaubensgrundsätzen. Mit Karma ist das aber eine andere Sache… Karma steht für „Tat“ und hat im östlichen Glauben den Charakter eines Naturgesetzes. Alles, was wir denken, sagen und tun, hat Folgen für uns und andere. Wenn wir auf die Folgen reagieren, ergeben sich wiederum neue Wirkungsketten.

Im Gegensatz zu den Konzepten von Wiedergeburt und Samsara klingt das für mich absolut einleuchtend und nachvollziehbar. Natürlich haben unsere Handlungen Folgen, die wiederum weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Das heißt nicht (ganz im Gegenteil sogar!), dass wir keinen Einfluss ausüben können oder unser Leben einem Schicksal anvertrauen sollen, viel mehr geht es mir dabei um die Tatsache, dass keine Aktion ohne Reaktion bleibt. Im Kleinen wie im Großen…

Ich traue mich von mir selbst zu sagen, dass ich ein sehr positiver Mensch bin und jedem Tag mit einer optimistischen Einstellung begegne. Allein ein kleines Lächeln an der Supermarkt-Kassa kann zu großartigen Reaktionen führen und ich freue mich nicht nur über die Kleinigkeiten, die ich anderen Menschen zukommen lassen kann, sondern auch über jene, die mir auf meinem Weg begegnen.

Aber bin ich unfehlbar? Bin ich perfekt? Allein der Gedanke lässt mich nur laut lachen… Nein, natürlich nicht! Auch ich habe Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin, habe Menschen mit meinen Handlungen vor den Kopf gestoßen oder teilweise sogar verletzt. Menschen, die mir wichtig waren und denen ich nie weh tun wollte… Und ja, auch ich wurde mit anderen Handlungen vor den Kopf gestoßen und verletzt. Mir wurde das Herz mindestens genauso oft gebrochen wie ich andere Herzen gebrochen habe. Aber das gehört wohl zum Leben dazu: What goes around, comes back around. Und das ist wohl auch meine Definition von Karma. Wir werden nicht von einer übermächtigen Kraft gesteuert. Es gibt in meinen Augen kein vorgezeichnetes Schicksal, dem wir uns stillschweigend ergeben müssen. Viel mehr sind die Handlungen, die wir setzen, auch einflussnehmend darauf, wie uns begegnet wird. Dass zu wissen und es auch im täglichen Leben zu befolgen ist nicht immer leicht. Aber probiert es doch einfach aus: Schenkt Fremden ein Lächeln. Wünscht eurem Bäcker oder eurer Bäckerin einen schönen Tag. Seid für andere Menschen da. Was zurück kommt, lohnt sich allemal…

 

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