Travelstory: Osttirol

Unter dem Motto „Wandern & Outdoor Aktiv“ durfte ich Ende Juni beruflich eine belgische Pressegruppe erneut nach Österreich begleiten, genauer gesagt in eine der für mich schönsten Regionen überhaupt – nämlich nach Osttirol. Ich glaube, ich habe bereits meine mir teilweise selbst nicht ganz erklärbare Verbindung zu Osttirol thematisiert, auf jeden Fall ist es tatsächlich so, dass ich einfach wusste, dass ich mich hier wohlfühlen würde und bereits bei meinem ersten Besuch im Rahmen der von mir organisierten #austriantime-Bloggerreise für den belgischen Markt hat sich dieses Gefühl auf jeden Fall bestätigt. Umso mehr freute ich mich darauf innerhalb kürzester Zeit wieder in die Region zu kommen und diesmal im Zuge eines 4-tägigen Aufenthalts ein noch vielfältigeres Programm zu erleben.

Unsere Anreise erfolgte mit einem Mietwagen vom Flughafen München aus und dauerte im Endeffekt beinahe fünf Stunden, da vor allem der Verkehr rund um die bayrische Hauptstadt eine absolute Katastrophe war. Schließlich kamen wir aber dennoch gut im Dolomitenhof in Tristach bei Lienz an, wo wir die ersten zwei Nächte verbringen sollten. Gleich anschließend machten wir uns auf den Weg zur Roaneralm um hier neben einem köstlichen Abendessen auch den Sonnenuntergang und die zahlreich brennenden Herz-Jesu-Feuer zu bewundern. Diese Feuer gehen auf den Herz-Jesu-Schwur im Jahr 1796 zurück, mit dem die Tiroler Einheit im Kampf gegen Franzosen und Bayern hergestellt werden sollte.

Am Sonntag wurden wir schließlich erstmals dem Thema der Pressereise gerecht und widmeten uns den Dolomiten. Nach einer Wanderung von der Dolomitenhütte zur Karlsbaderhütte benötigten wir zwar erst einmal ein paar Stunden um wieder zu trocknen, doch die Regenschauer hörten zum Glück im Laufe des Nachmittags auf und ließen uns Klettersteig und Klettern in den Bergen probieren. Eine einmalige Erfahrung, ganz anders als meine bisherigen Versuche in Kletterhallen und auf Kletterwänden, aber das war vermutlich zu erwarten… Nach diesem Nachmittag kann ich auf jeden Fall verstehen, warum „Die Unholden“, wie man die Lienzer Dolomiten wegen ihrer bizarren, wilden Felsformen früher nannte, seit jeher ein Paradies für Kletterbegeisterte sind.

Der dritte Tag brachte schließlich noch mehr Abwechslung in das ohnehin schon vielfältige Programm. Der Vormittag stand erst einmal ganz im Zeichen von Lienz, wo wir auch eine wirklich interessante Stadtführung hatten. Das Zentrum der Altstadt wird vom Lienzer Hauptplatz geprägt, die wohl bekannteste Persönlichkeit der Stadt Lienz ist der Osttiroler Maler Albin Egger-Lienz, der in Lienz die Volksschule besuchte und den Bilderzyklus für das Bezirkskriegerdenkmal schuf. Seine Werke bilden einen der Schwerpunkte im Museum der Stadt Lienz auf Schloss Bruck. Einmal in Lienz durften wir uns natürlich auch einen Besuch in der Schwarzer Brennerei nicht entgehen lassen, die mit ihrem „Tschin ohne Namen“ wohl einen der besten österreichischen Gins produziert, den es aktuell zu kaufen gibt.

Aktiv ging es dann am Nachmittag weiter und zwar mit einer Rafting-Tour auf der Isel. Umringt von Bergen, direkt am letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen, bildet der Adventurepark Osttirol das Zentrum vieler Outdoormöglichkeiten. Osttirols vielfältige „Urlandschaften“ punkten mit spektakulären Schluchten, Wasserfällen, Wildwassern und tollen Kletterfelsen. Als „kleines Extra“ glänzt die Alpensüdseite hier mit überdurchschnittlich viel Sonne. Beste Voraussetzungen, um das Abenteuer Natur anzugehen.

Den letzten Abend und den letzten halben Tag am Dienstag verbrachten wir schließlich noch in Matrei in Osttirol, der nach Einwohnerzahlen zweitgrößten Gemeinde der Region. Hier war ich bereits kurz davor im Zuge meiner #austriantime-Bloggerreise und hatte auch bei diesem Besuch wieder das Vergnügen im einfach traumhaften Hotel Outside zu schlafen und auch im hauseigenen Restaurant Inside zu Abend zu essen. Und meine Begeisterung für diesen Betrieb ist im Zuge des zweiten Aufenthalts sogar noch weiter gewachsen! Der Slogan „Mitten im Draußen“ kommt nicht von ungefähr – der mit dem Österreichischen Umweltsiegel ausgezeichnete Betrieb achtet auf die Natur und wirtschaftet nachhaltig. Kulinarisch spielen regionale und saisonale Produkte die Hauptrolle – Brot, Marmeladen, Kräuter und vieles mehr werden vom Hotel selbst hergestellt. Und ganz ehrlich, ich habe selten besser gegessen! Die Speisen, die Werner Wibmer mit seinem Team in der Küche des Hauses produziert, setzen einen unglaublichen Maßstab, gepaart mit der Gemütlichkeit des Hotels und der Freundlichkeit des ganzen Teams kann ich nicht anders als euch das Haus noch einmal von Herzen zu empfehlen. Und soviel mag bereits verraten werden: Auch im Zuge meines privaten Urlaubs in wenigen Wochen in Osttirol werde ich wieder hier nächtigen!

Aber auch abseits des Hotel Outside hat Matrei einiges zu bieten, so besuchten wir an unserem letzten Vormittag auch die neu eröffnete Ausstellung im Nationalparkhaus. „Tauernblicke – Momente des Staunens“ stellt verschiedene (Er)-Lebensräume des Schutzgebietes vor und macht Lust auf die Entdeckung in der freien Natur. Wenn ihr also in der Gegend seid, lasst euch den Besuch des Nationalparkhauses nicht entgehen, so spannend kann Natur nämlich selten woanders vermittelt werden. Alles in allem kann ich euch auf jeden Fall sagen: Osttirol ist definitiv immer einen Besuch wert! Und ich freu mich schon jetzt sehr auf meinen nächsten privaten Aufenthalt in der Region…

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