#anydaysgood im August

Der August ist vorbei und irgendwie fühlt es sich so an als würde auch der Sommer generell dem Ende zu gehen. Die Tage werden wieder kürzer, in der Früh benötigt man eine Jacke – auf der anderen Seite hat nun auch jene Zeit begonnen, in der ich endlich wieder morgens meinen Lichtwecker verwenden kann und in der man sich an den Sonnenstunden wieder erfreut. Seit gestern ist es also September, höchste Zeit also auf meine #anydaysgood-Erlebnisse im August zurückzublicken.

Und in meinem insgesamt 9. Rückblick auf inspirierende Reiseerlebnisse und unvergessliche Momente ist es nun auch erstmals an der Zeit mir einzugestehen, dass ich einen Punkt auf meiner Liste nicht werde abhaken können. Warum das? Weil Gesundheit vorgeht! Als ich die Liste erstellt hatte, wusste ich bereits, dass ich von Ende Juli bis Mitte August Urlaub haben und diese Zeit in Österreich verbringen würde. Mein großes Reisevorhaben hierfür war es an neun Tagesetappen den Osttiroler Adlerweg zu beschreiten. Nachdem ich mich aber bereits im Juni am Knie verletzt hatte und seither zwar nicht durchgehend, aber doch immer wieder Schmerzen empfand, war es mir einfach zu unsicher eine solch große Wandertour zu starten. Was wäre, wenn es bereits am zweiten Tag wieder akut werden würde – auch in dem Wissen, dass noch weitere sieben Etappen vor mir liegen? Und somit habe ich mich gegen den Adlerweg, aber für eine persönliche Auszeit in Osttirol entschieden. Auch wenn das natürlich meinen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, bin ich im Nachhinein sehr froh über diese Entscheidung und bereue sie auch absolut nicht. Denn trotz dieses nicht erreichten Ziels hatte ich einen großartigen Heimaturlaub in Österreich, der auch den August-Rückblick von #anydaysgood dominieren wird!

Wie bereits erwähnt habe ich 2,5 Wochen Urlaub in Österreich gemacht und es war auch eine ganz bewusste Entscheidung meinerseits nur die ersten drei und die letzten drei Tage in Wien zu verbringen. Gleich am 1. August ging es für mich nach Matrei in Osttirol, einen meiner großen Sehnsuchts- und Kraftorte, wo ich neben großartigen Wanderungen und kulinarischen Höhepunkten vor allem auch eine persönliche Auszeit erlebte, da ich mir eine Woche Digital Detox vom Feinsten gegönnt habe. Und natürlich war es anfangs eine ziemliche Herausforderung, weil mir auch klar wurde, dass wir uns selbst in unserem Alltag viel zu abhängig machen und ständig in der Angst leben etwas zu versäumen. Aber im Nachhinein war es eines der großartigsten Experimente meines Lebens und ich würde es jederzeit wieder tun. Nach dieser Woche in Osttirol ging es für mich anschließend noch für vier Nächte weiter ins SalzburgerLand, genauer gesagt nach Neukirchen am Großvenediger, und im Rahmen dieses Aufenthalts möchte ich auch die Wanderung in Österreich erwähnen, die es für mich repräsentativ in die Liste geschafft hat. Jede/r von euch hat vermutlich bereits von den Krimmler Wasserfällen gehört, sie sind touristisch ausgesprochen beliebt und ein wirklich schönes Naturschauspiel. Noch großartiger war es allerdings mit einem Wandertaxi zum Talschluss des Krimmler Achentals zu fahren und dem Wasser anschließend bis zu den Wasserfällen wandernd zu folgen. Es war zwar eine lange Tour mit mehr als 20 km, aber absolut empfehlenswert! Und nachdem ich im August als Bundesländer bereits Wien, Tirol und Salzburg abhaken konnte, ging es auch noch für ein Abendessen mit FreundInnen in die oberösterreichische Hauptstadt Linz und zu Besuch zu einer weiteren lieben Freundin ins niederösterreichische Senftenberg bei Krems. Fünf Bundesländer in 2,5 Wochen ist eigentlich nicht schlecht – das macht es dann auch nachvollziehbar warum ich meinen Urlaub liebevoll selbst als meine „Grand Tour“ durch Österreich bezeichne!

Anschließend habe ich noch ein Wochenende in Hamburg verbracht und ließ mir hier unter anderem Geheimtipps der Stadt von einem Einheimischen zeigen. Genauer gesagt habe ich zusammen mit drei FreundInnen eine der Kompakt-Tour von Waterkant Touren gebucht und das war tatsächlich eine ganz großartige Erfahrung. Vor allem aus einer Stadtentwicklungsperspektive sind diese Touren super, man erlebt die Weiterentwicklung der Hamburger Hafencity und bekommt auch Einblicke in eher unbekannte Stadtteile der Hansestadt – und das alles aus einem alten VW Bus heraus!

Schlussendlich führte mich meine Ausstellung des Monats wieder in ein Brüsseler Museum, genauer gesagt in das Musée d’Ixelles, also in jenem Bezirk, in dem ich selbst in der belgischen Hauptstadt lebe. „From China to Taiwan“ ist der Titel der Ausstellung, die einen sehr gelungenen Querschnitt durch die abstrakte Kunst zwischen 1955 und 1985 in diesen beiden Ländern zieht. Überschattet von den politischen Konflikten zwischen China und Taiwan (ich selbst habe bereits beide Länder besucht und sehr viel über die historischen Hintergründe gelernt) entwickelte sich eine neue Generation von Kunstschaffenden, deren Werk hier zur Schau gestellt wird.

Also ja, ich musste zwar einen Punkt auf meiner Liste definitiv abschreiben, aber das hindert mich nicht daran mein #anydaysgood-Projekt weiterhin in vollen Zügen zu genießen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s