Travelstory: Jordanien

100 Millionen TeilnehmerInnen auf der ganzen Welt haben im Jahr 2007 über die „sieben neuen Weltwunder“ abgestimmt. Eines davon ist Petra, eine Ruinenstätte im heutigen Jordanien, das in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer war. Wegen ihrer monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. 1985 wurde Petra bereits in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Und alleine Petra war für mich Grund genug um während meines Israel-Urlaubs auch eine dreitägige Tour nach Jordanien zu unternehmen… Etwa 800 historische Baudenkmäler und Opferplätze sind in und um Petra erhalten geblieben. Die Monumente sind geprägt von nabatäischen, griechisch-hellenistischen und römischen Einflüssen. Oft vermischen sich Stilelemente aller drei Kulturen in ein und demselben Bau. Und glaubt mir, es ist wirklich total beeindruckend! Nicht umsonst wurde Petra auch oftmals als Filmkulisse verwendet, nicht zuletzt im dritten Film der „Indiana-Jones“-Reihe.

Eine tolle Erfahrung war es auch die Nächte in Jordanien in einem Beduinen-Camp in der Nähe von Petra zu verbringen. Das ist natürlich mittlerweile recht touristisch, aber dennoch eine schöne Möglichkeit in der Wüste zu übernachten. Die Zelte mit zwei Betten waren einfach, aber eigentlich wurde alles Notwendige geboten, inkl. einem großen Lagerfeuer, an dem gemütlich Tee getrunken werden konnte. Was mich abseits von Großstädten immer am meisten beeindruckt sind vor allem die Sternenhimmel, die man in Europa in diesem Ausmaß einfach kaum noch zu Gesicht bekommt. Natürlich ist mir bewusst, dass diese Art von Beduinen-Camps mittlerweile einen sehr touristischen Nutzen erfüllen, dennoch lernt man hier auch einiges über die Lebensweise der Nomadenstämme. Und alleine das lohnt sich! Am ersten Tag meines Kurztrips nach Jordanien standen übrigens Besuche in Jerash und der Zitadelle von Amman am Programm, besonders die Hauptstadt Jordaniens ist hier auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt wert.

Den letzten Tag meiner Zeit in Jordanien habe ich schließlich in der Wadi Rum-Wüste verbracht. Wadi Rum zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt zwischen Bergmassiven und Wüstensand seit 12.000 Jahren nomadische Kulturen. Im Freiheitskampf der Arabischen Völker, angeführt durch den Briten Thomas Edward Lawrence, gegen die Kolonialmächte, wurde das sonst stille Wadi Rum 1917 zum Schlachtfeld und weltberühmt durch die Heldentaten von „Lawrence of Arabia“ im gleichnamigen Hollywoodfilm, der am Originalschauplatz gedreht wurde. Hollywood schätzt diese Landschaft auch für seine Ähnlichkeit mit dem Mars: Die roten Schluchten des Wadi Rum dienten als Kulisse des Roten Planeten in Ridley Scotts „The Martian“. Alles in allem waren meine Tage in Jordanien auf jeden Fall ein großartiges Erlebnis und ich bin mir sicher, dass mich das Land nicht zum letzten Mal gesehen hat…

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