Das Schreiben und ich…

Schreiben ist das vielfältigste und am meisten benutzte Werkzeug, das Menschen sich bisher ausgedacht haben. Der amerikanischer Erfolgstrainer Anthony Robbins sagte einmal, dass „jedes Leben, das es wert ist, gelebt zu werden, es auch wert ist, dass man darüber ein Tagebuch führt.“ Diese beiden Aussagen, die auf den ersten Blick vielleicht ziemlich zusammengewürfelt und zusammenhanglos erscheinen mögen, sind Pfeiler einer meiner größten Leidenschaften: Dem Schreiben. Und genau davon möchte ich euch heute erzählen…

Ich habe eigentlich immer schon gerne geschrieben, mal mehr, mal weniger. Als ich kokukoka.at 2012 begonnen habe, stand hier auch ganz klar diese Leidenschaft im Vordergrund. Schließlich wurde es berufsbedingt um die Seite ruhiger, mit meinem Umzug nach Brüssel wurde aber nicht nur das Schreiben hier wiederbelebt (auch durch die Motivation FreundInnen an meinem „neuen Leben“ teilhaben zu lassen), sondern generell habe ich für mich aufs Neue erkannt, dass es mir gut tut Dinge zu Papier zu bringen. Das hat in den letzten zwei Jahren die unterschiedlichsten Formate und Ausmaße angenommen, dahinter stehen aber ganz klar einige Gründe, warum ich überhaupt so viel Zeit und Energie in das geschriebene Wort investiere.

Erst einmal geht es um Dokumentation und genau hier kommt auch das oben erwähnte Zitat von Anthony Robbins zu Tragen. Durch das Schreiben kann ich – ähnlich wie mit Fotos – Erinnerungen lebendig halten, ob nun für mich selbst oder für andere. Tagebücher sind eine wundervolle Möglichkeit, das eigene Leben zu dokumentieren – Geschichten und Gedichte können die gleiche Funktion erfüllen. Ich für meinen Teil schreibe kein klassisches Tagebuch, allerdings gehe ich auch nie ohne Notizbuch außer Haus um Gedanken jederzeit festhalten zu können.

Ein für mich außerdem sehr wichtiger Grund ist die Selbstfindung oder auch Selbstreflexion. Ich kann das Schreiben ganz gezielt zur Selbsterkenntnis einsetzen. Es lassen sich einschneidende Erlebnisse aufbereiten und verarbeiten oder ich kann mich schreibend zu dem vortasten, was mir wirklich wichtig ist. Gerade hierfür habe ich in den letzten zwei Jahren sehr viel Zeit investiert und so mehr über mich gelernt als ich es je für möglich gehalten hätte.

Ich bin zusätzlich ein Mensch, der sich gerne kreativ betätigt. Schreiben – und vor allem das kreative Schreiben – aktiviert kreative Kräfte. Um dies zu erreichen, sollten beim Schreiben möglichst beide Gehirnhälften eingesetzt, also begriffliches und bildhaftes Denken miteinander verbunden werden. Dass das nicht immer einfach ist, brauche ich euch vermutlich nicht zu erzählen. Tatsächlich habe ich aber für mich Wege gefunden, um kreative Schreibtechniken (vor allem auch in Kombination mit Atementspannungsübungen) als Ventil in stressigen Situationen zu nutzen.

Und schließlich gibt es hier die Herausforderung als Motivation: Es war ursprünglich gar nicht geplant, aber seit meinem Umzug nach Brüssel arbeite ich tatsächlich konsequent an einem Buchprojekt. Und glaubt mir, daran zu arbeiten ist oft eine wahre Herausforderung! Zeit, Geduld, Kraft und auch Durchhaltevermögen werden verlangt, aber so lange es einem Spaß macht, ist es die Mühe wert. Und wer weiß, vielleicht haltet ihr in gar nicht allzu ferner Zukunft tatsächlich ein von mir veröffentlichtes Buch in Händen?!?

So oder so, meiner Meinung nach ist Schreiben nicht grundlos das vielfältigste und am meisten benutzte Werkzeug, das Menschen sich bisher ausgedacht haben. Für mich gab es in den letzten zwei Jahren keine bessere Methode um mir selbst über vieles klar zu werden. Und allein durch diesen Lernprozess denke ich auch nicht, dass mich die Schreib-Leidenschaft so schnell wieder verlassen wird…

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