Von Fußstapfen und eigenen Spuren…

Die letzten Wochen waren turbulent, ich wusste oft nicht, was ich zuerst tun sollte und war auch sehr damit beschäftigt, mir über vieles Gedanken zu machen. Dann habe ich heute in der Früh zufällig einen Spruch gelesen, der mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht. „Man kann keine Spuren hinterlassen, wenn man ständig in die Fußstapfen eines anderen tritt.“ Und das ist mal wieder so eine Weisheit, die schnell dahin gesagt ist, aber in der Projektion auf das eigene Leben sehr viel Gedankenchaos auslösen kann. So geht es mir gerade…

Vielleicht liegt es daran, dass ich immer, wenn ein neues Jahr begonnen hat, das Gefühl habe als würden unendlich viele unbeschriebene Seiten eines Notizbuches vor mir liegen und ich es kaum erwarten kann zum Stift zu greifen und die Geschichte zu verfassen. Gleichzeitig ist die Neugier vorhanden, wie sich das Jahr im Rückblick lesen lässt. Vielleicht liegt es daran, dass die letzten Wochen bereits recht turbulent waren – sowohl arbeitstechnisch als auch emotional – und ich in solchen Situationen ganz automatisch dazu tendiere, mich eigentlich zu fragen, was ich vom Leben will. Mittlerweile solltet ihr bereits über mich wissen, dass Selbstfindung und Selbstwahrnehmung zwei Themen sind, die für mich groß geschrieben werden und somit beschäftigt mich – wenig überraschend – auch gerade die Frage zu den Fußstapfen und eigenen Spuren in meinem Leben.

Mit 31 Jahren Lebenserfahrung habe ich zumindest eines gelernt: Ich werde die Antwort auf diese Frage nicht auf der Straße finden. Aber ich weiß auch: Selbst wenn mir bewusst ist, dass all die Gedanken zu keiner Zukunftsvision mit klarer Gebrauchsanleitung führen, bin ich niemand, der das Denken sein lassen kann.

Und somit sind Fußstapfen und eigene Spuren sowie die Gratwanderung dazwischen Themen, die mich beschäftigen. Einerseits bin ich nämlich der festen Überzeugung, dass es gut und wichtig für jede/n von uns ist, ab und zu in die Fußstapfen anderer steigen zu können. Vorbildwirkung und einfach das Wissen, dass es jemanden gibt, der einen an der Hand nimmt, sind unheimlich viel wert – ebenso bin ich auch bemüht, anderen in meiner Umgebung meine Fußstapfen bei Bedarf anbieten zu können. Doch die eigenen Spuren sind für uns alle genauso belangreich. Niemand anders außer uns selbst lebt unser Leben, wir müssen daher jene Entscheidungen treffen, die uns selbst glücklich machen und mit deren Konsequenzen wir leben können. Klingt einfach? Ist es definitiv nicht! Aber wäre es einfach, worüber sollte ich mir dann Gedanken machen…

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